Forschungsprojekte, Präsentationen und Reisen



Wer im Studium in den 1990er-Jahren vor dem „schwarzen Brett“ am Uni-Institut steht und über die Exkursionen auf alle Kontinente liest, kommt schnell ins Schwärmen. War ich vorher für lange Zeit ein typisches „Landei“, so war ich 1998 erstmals außerhalb von Europa unterwegs. Fünf Wochen Praktikum in einem Umweltbüro in Ecuador und das Zusammenleben mit einer einheimischen Familie, die mich bis heute prägen. Zwei längere Aufenthalte in Australien, insgesamt für mehr als ein Jahr, für Forschungsprojekte an der Universität in Sydney und tausende Kilometer Reisen. Zwei Monate Feldforschung für die Universität Bonn in der Savanne in Benin in Afrika. Danach noch zahlreiche andere Länder, die ich als Wissenschaftler und privat bereisen konnte. Folgerichtig begleitet mich seitdem einer meiner Leitsätze: „Reisen hat meine Persönlichkeit geprägt.“
Weil mich auch die Wissenschaft seit jeher fasziniert hat, war ich von 1997 bis 2012 vom HiWi, der studentischen Hilfskraft in Gießen zum Doktoranden an der Universität Hohenheim über die Promotion zum Dr. rer. nat. bis zum Wissenschaftlichen Mitarbeiter und Dozenten an der Universität Bonn unterwegs.
Meine Konstante waren auch hier Vorträge und Präsentationen: Für Netzwerk-Events und Fachtagungen konnte ich mich schon immer begeistern. Meine Forschungsprojekte habe ich auf zahlreichen Fach- und internationalen Konferenzen in Vorträgen und Postern präsentiert. Der angeregte Austausch mit anderen Expert:innen begeistert mich bis heute. Dazu kommen zahlreiche Exkursionen, in denen ich durch Regenwälder und Hochgebirge, Meeresküsten und Vulkanlandschaften, Wüsten und Savannen, Städte und Länder auf sechs Kontinenten gereist bin. Ob in Zukunft noch die Antarktis dazukommt?
Solange die Finanzierung all der Forschungsprojekte gesichert war, konnte ich mit viel Leidenschaft arbeiten. Als es dann zur brotlosen Kunst zu werden drohte, durfte ich mich nochmal neu erfinden. So habe ich 2015 meine Passion der Präsentationen und meine Stärke fundierter Feedbacks zu meinem Hauptberuf gemacht, der seitdem meine Berufung geworden ist: Als Science Trainer und Coach für Präsentationen in Wissenschaft und Wirtschaft sind meine Tage ähnlich abwechslungsreich als zuvor. Heute arbeite ich mit Wissenschaftlern ebenso zusammen wie mit Menschen in Unternehmen, die an den Schnittstellen Wissenschaft – Wirtschaft – Internationales kommunizieren.